Rauchwarnmelder
Böhm Abrechnungs GmbH & Co. KG - Heizkostenabrechnung Betriebskostenabrechnung Rauchwarnmelderservice

Infocenter - Rauchwarnmelder

1. Wo ist die rechtliche Grundlage für Rauchwarnmelder verankert?


In der jeweiligen Landesbauordnung der Bundesländer ist die rechtliche Grundlage zur Ausstattung von Rauchwarnmeldern zu finden.



2. Wo ist geregelt, wohin ein Rauchwarnmelder montiert wird?


In der DIN 14676 wird beschrieben wo Rauchwarnmelder montiert werden sollen. In der Regel ist die Raummitte zu wählen, wobei aber der Abstand

zu umliegenden Objekten oder Wänden mindestens 50 cm betragen muss. Auch Ausnahmen oder die Montage in Sonderfällen sind in dieser Norm

beschrieben.



3.Welche Räume müssen ausgestattet werden? Wie viele Rauchwarnmelder werden benötigt?


Die Landesbauordnung schreibt folgendes vor:


„In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer, sowie Flure über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mit mindestens einem Rauchwarnmelder ausgestattet sein. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut (oder angebracht) werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird.“



4. Wer ist für den Einbau zuständig?


Für die Ausstattung ist der Eigentümer zuständig. Die Betriebsbereitschaft obliegt dem unmittelbaren Besitzer. In einem Mietverhältnis also dem

Mieter.



5. Müssen die Geräte regelmäßig geprüft werden?


Ja, die DIN 14676 schreibt eine Funktionsprüfung in regelmäßigen Abständen vor, mindestens aber einmal jährlich!



6. Wer ist für die Funktionsprüfung grundsätzlich zuständig?


Grundsätzlich ist der Gebäudeeigentümer für diese Prüfung zuständig. Die Ergebnisse sind zu dokumentieren und 10 Jahre lang aufzubewahren.



7. Reicht bei der Funktionsprüfung ein drücken der Prüftaste?


Nein, gemäß DIN 14676 sind weitere Funktionalitäten zu überprüfen. Die Inspektion und Wartung umfasst außerdem eine Überprüfung, ob die

Raucheintrittsöffnungen frei sind, eine äußerliche Beschädigung des Gerätes vorliegt und der Montageort noch normgerecht (Raumumnutzung)

ist.



8. Bieten teure Qualitätsprodukte Vorteile?


Ja! Qualitätsrauchmelder sind zuverlässiger und reduzieren Fehlalarme auf ein Minimum. Sie bieten Schutz gegen Eindringen von Staub, Schmutz und Insekten von außen, sonst eine häufige Ursache von Fehlalarmen. Qualitätsrauchmelder sind störsicher gegenüber elektromagnetischen

Empfindlichkeiten (Trafos, Lampen, Funkgeräte und Mobiltelefone). Sie sind zuverlässig bei Temperaturschwankungen, u. a. beim Stoßlüften, und

erkennen Brandrauch aus jeder Richtung gleich schnell und sicher. Die hochwertigen Melder verwenden außerdem langlebige Bauteile, so dass ALLE

Komponenten des Qualitätsrauchmelders, nicht nur die Batterie, auch bis zu 10 Jahre halten. Außerdem sind sie 100% rückverfolgbar zum Hersteller.


9. Was bedeutet das CE-Zeichen und das VdS-Prüfzeichen?


Das CE-Zeichen inkl. Prüfnummer und der Angabe „EN 14604“ besagt, dass das Produkt in Europa verkauft werden darf, trifft aber keine qualitative

Aussage. (Mit der CE-Kennzeichnung bestätigt der verantwortliche Hersteller die Konformität des Produktes mit den zutreffenden EU-Richtlinien und die Einhaltung der darin festgelegten wesentlichen Anforderungen.) Wenn Sie zusätzlich sicher sein wollen, dass der Rauchmelder ständigen Qualitätskontrollen durch Dritte unterliegt, sollten Sie auf das VdS-Prüfzeichen achten.


Die Europäische Produktnorm DIN EN 14604 legt Anforderungen, Prüfverfahren sowie Leistungskriterien für Rauchwarnmelder fest. Sie sind für

Anwendungen in Haushalten oder für vergleichbare Anwendungen im Wohnbereich vorgesehen. Gemäß der Anwendungsnorm DIN 14676 müssen

Rauchwarnmelder nach DIN EN 14604 zertifiziert sein.


Die Anwendungsnorm DIN 14676 regelt in Deutschland Planung, Einbau, Betrieb und Instandhaltung von Rauchwarnmeldern. Diese Norm gilt für private Wohnungen und Räumen mit wohnungsähnlicher Nutzung und richtet sich an die für den Brandschutz zuständigen Behörden und  Sachverständigen, Feuerwehren, Hersteller von Rauchwarnmeldern, Planer, Hauseigentümer und Bewohner.



10. Kann der Rauchwarnmelder bei einer Störung manuell Stummgeschaltet werden?


Ja! Die meisten Geräte haben hierfür einen Knopf oder diese Möglichkeit im Testknopf untergebracht. Wie genau das Stummschalten funktioniert und

wie lange der Rauchwarnmelder stummgeschalten ist, entnehmen Sie am besten vorher der Betriebsanleitung.



11. Kann der Rauchwarnmelder kurzzeitig abgenommen werden um z.B. den Raum zu tapezieren oder zu streichen?


Ja! Für kurzzeitige Arbeiten kann der Rauchwarnmelder abgenommen werden, sollte in längeren Pausen und auf jeden Fall nach Abschluss der Arbeiten wieder in Betrieb genommen werden.



12. Muss der Rauchwarnmelder an die Decke montiert werden?


Nachdem Brandrauch erst nach oben steigt und sich dann verteilt, sollte der Rauchwarnmelder an die Decke montiert werden. Nur in Ausnahmefällen ist eine Wandmontage richtig und erlaubt!



13. Darf ich Rauchwarnmelder anstreichen oder bekleben?


Auf keinen Fall! Um die Funktionstüchtigkeit der Geräte vollständig zu erhalten sollten die Rauchwarnmelder immer im Urzustand betrieben

werden.